Bei der Mehrzahl der Drehorgeln findet man auf der Vorderseite der Drehorgel den Namen des Erbauers des Instrumentes. Jedoch gab es immer schon Orgelspieler und Orgelverleiher, die ebenfalls ihren Namen an der Vorderseite platzierten. Der Orgelbauer und Verleiher Richard Töpfer aus Berlin, der nach dem 2. Weltkrieg noch sehr schöne Walzen bestiftete, sorgte für eine Neugestaltung der Vorderseite und so trugen diese Orgeln dann seinen Namen. Ein gutes Beispiel ist die 36er Trompeter von Willi Holl im Musikinstrumentenmuseum Berlin, die eine Aufschrift von Richard Töpfer trägt.
Bei alten Walzenorgeln findet man an den Walzen und bestimmten Teilen der Drehorgel einen vierstelligen Stempelaufdruck. Dies erleichtert dem Insider, den Hersteller und oft das ungefähre Herstellungsjahr des Instrumentes zu ermitteln. Auf dem Musikzettel in der Orgel kann man gelegentlich den Erbauer, aber auch den letzten Hersteller der Walze ermitteln.
Der Drehorgelverleiher und Drehorgelspieler Kurt Niemuth beschäftigte in seiner Werkstatt die beiden Orgelbauer M. Fischaleck und U. Knaak und es entstanden sehr schöne und wohlklingende Notendrehorgeln. An der Frontseite findet man den Schriftzug in Intarsien: Drehorgelbau Kurt Niemuth. Die Namen der wirklichen Erbauer sucht man allerdings vergeblich.
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