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Figuren auf und an der Drehorgel

Um mit der Drehorgel besonders Kinder ansprechen zu können, entwickelten die Konstrukteure von Drehorgeln zusätzliche Aufbauten in Form von beweglichen Figuren. Bereits vor über 100 Jahren baute Ignaz Bruder im Schwarzwald kleine Walzendrehorgeln, bei denen nach dem Aufklappen der oberen Vorderwand diverse Figuren zum Vorschein kamen. Diese drehten sich bei der Betätigung der Drehorgel. Glücklicherweise sind noch einige derartige Instrumente erhalten geblieben und können nach mühevoller Restaurierung jetzt im Museum in Waldkirch bewundert werden. Bei den Drehorgeln der Neuzeit findet man gelegentlich Instrumente, die im vorderen Bereich der Drehorgel einen Dirigenten besitzen, der zum Rhythmus der Musik den Taktstock schwingt. Die Lochbandrolle enthält eine Spur für die Bewegung des Dirigenten. Es wurden aber auch Drehorgeln gebaut, bei denen kleine Figuren irgendwelche Szenen spielen. Franz Oehrlein aus Mainz hat verschiedene kleine Figurenserien gebaut. Auch die Firma Jäger und Brommer in Waldkirch liefert Instrumente mit beweglichen Figuren im Frontbereich. Verschiedene Tüftler haben eine Übertragung von der Antriebskurbelwelle auf eine kleine Vorrichtung entwickelt, bei der sich die unterschiedlichsten Dinge während der Kurbelbewegung drehen.

 

Kostbare Walzendrehorgeln von besonderem Reiz entwickelt Hansjörg Leible. In Form von Unikaten entstehen unterschiedliche Szenen, bei denen sich die handgeschnitzten Figuren teilweise bewegen und die wie die Musik auch von der Walze gesteuert werden. Während des Spiels kann man z. B. den klappernden Storch oder zwitschernde Vögel sehen, ein Gespenst kommt pfeifend aus einer Luke, ein Drache erschreckt die Menschen, und anderes mehr an originellen Ideen kann verwirklicht werden.